top of page
MBLSECURITYtransparent.png

KRITIS-Dachgesetz 2026: Was Betreiber wissen müssen – und wie professionelle Sicherheit schützt

  • Autorenbild: Marco Brandes
    Marco Brandes
  • vor 20 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Die Sicherheit unserer kritischen Infrastruktur rückt in Deutschland gerade in den Mittelpunkt – ganz zu Recht. Ein großflächiger Stromausfall in Berlin, der zehntausende Haushalte mehrere Tage im Winter ohne Strom, Heizung, Internet und Mobilfunk gelassen hat, hat einmal mehr gezeigt, wie verletzlich zentrale Versorgungssysteme sind. Diese Ereignisse wirken wie ein Weckruf an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: Unsere lebenswichtigen Systeme müssen besser geschützt werden.



Mit dem KRITIS-Dachgesetz, das der Bundestag Anfang 2026 verabschiedet hat, wird nun ein bundesweiter Rahmen geschaffen, der den Schutz kritischer Infrastrukturen nicht nur definiert, sondern auch verbindlich macht. Unternehmen, die in diesen Bereichen tätig sind oder Zulieferer bzw. Dienstleister – wie Sicherheitsfirmen – werden dadurch in die Pflicht genommen, sich den neuen Anforderungen zu stellen.



Was bedeutet „kritische Infrastruktur“?

Unter kritischer Infrastruktur versteht man Einrichtungen, Anlagen und Systeme, deren Ausfall oder deutliche Beeinträchtigung zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit oder gravierenden gesellschaftlichen Auswirkungen führen würde. Dazu zählen zentrale Versorgungsbereiche wie Energie, Wasser, IT & Telekommunikation, Transport, Gesundheit, Ernährung oder Finanzen.


Kritische Infrastrukturen sind also jene Bausteine unserer Gesellschaft, ohne die unser tägliches Leben und funktionierende Wirtschaft schnell ins Wanken geraten können.


Warum ein neues Gesetz – und was ist neu?

Bisher beruhte der Schutz kritischer Infrastrukturen vor allem auf sektorspezifischen Vorschriften und IT-Sicherheitsregelungen. Das neue KRITIS-


Dachgesetz schafft erstmals einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für die physische und organisatorische Sicherheit quer durch alle betroffenen Sektoren. Es setzt damit die EU-Critical Entities Resilience (CER)-Richtlinie in deutsches Recht um.



Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick


🔹 Ganzheitlicher Schutz (physisch + digital)Nicht nur Cyber- und IT-Sicherheit stehen im Fokus, sondern auch physische Schutzmaßnahmen, etwa Zutrittskontrollen, Überwachung, Zugangssicherung oder Schutz gegen Sabotage und Naturgefahren.


🔹 Verpflichtende Risikoanalysen & ResilienzpläneBetreiber müssen regelmäßig umfassende Risikoanalysen durchführen und daraus konkrete Resilienz- und Notfallpläne ableiten.


🔹 Meldepflichten und NachweispflichtenSicherheitsrelevante Vorfälle müssen Behörden gemeldet und getroffene Maßnahmen dokumentiert werden.


🔹 Strenge Bußgelder & KonsequenzenNicht-Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.


🔹 Sektorübergreifender AnsatzBetroffen sind unter anderem Energie, Wasser, Verkehr & Transport, IT & Telekommunikation, Gesundheit, Ernährung, Finanzdienstleistungen – also nahezu alle Bereiche, die das öffentliche Leben und die Wirtschaftsprozesse am Laufen halten.


Was bedeutet das konkret für Unternehmen?

Für Betreiber kritischer Infrastruktur bedeutet das neue Gesetz:


✔ Bestandsaufnahme der eigenen Risiken

✔ Professionelle Risiko- und Sicherheitsanalysen

✔ Physische Schutzmaßnahmen (Zutrittskontrollen, Überwachung, Präsenzschutz)

✔ Dokumentierte Resilienz- und Krisenpläne

✔ Schulung & Sensibilisierung des Personals

✔ Nachweis und Reporting gegenüber Behörden


Diese Maßnahmen lassen sich nicht „nebenbei“ umsetzen – sie erfordern fachliche Kompetenz, belastbare Konzepte und eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Sicherheitspartnern, die sowohl physische als auch organisatorische Sicherheitsanforderungen verstehen und umsetzen können.



Warum wird physische Sicherheit jetzt so wichtig?


Während frühere KRITIS-Regelungen etwa im Rahmen des IT-Sicherheitsgesetzes vor allem digitale Gefahren adressierten, erkennt der Gesetzgeber mit dem Dachgesetz die Realität an:

Ein Infrastrukturrisiko lässt sich nur ganzheitlich bekämpfen – und dazu gehören physischer Schutz, Zugangssicherung, Überwachung und professionelle Sicherheitsdienste.

Die Zeiten, in denen nur Cyberattacken als Risiko galten, sind vorbei. Sabotageakte, Vandalismus, Naturereignisse oder Angriffe durch organisierte Gruppen können heute genauso existenzielle Folgen haben wie klassische IT-Bedrohungen.



Wie MBL-Security & Service hilft


Als inhabergeführtes Sicherheitsunternehmen mit über 30 Jahren Erfahrung kennen wir die Anforderungen an moderne Sicherheitskonzepte genau. Wir unterstützen KRITIS-Betreiber dabei, die neuen gesetzlichen Pflichten:


✔ professionell zu erfüllen

✔ individuelle Sicherheitskonzepte zu entwickeln

✔ Risiko- und Schwachstellenanalysen praxisnah umzusetzen

✔ physische und organisatorische Maßnahmen zu verzahnen


Unsere zertifizierten Sicherheitskräfte sind auf Objektschutz, Zutrittskontrollen, Alarmüberwachung, Interventionsdienste und mehr spezialisiert – mit einem Fokus auf Compliance, Dokumentation und Rechtssicherheit.


Fazit: Jetzt handeln – bevor Pflicht wird


Das KRITIS-Dachgesetz markiert einen Meilenstein im Schutz Deutschlands vor Risiken, die unsere Infrastruktur und Versorgungssysteme bedrohen könnten. Für Unternehmen heißt das: Frühzeitig handeln statt auf den letzten Drücker reagieren. Je besser Ihre Sicherheitsvorkehrungen heute sind, desto leichter lassen sich gesetzliche Vorgaben erfüllen – und desto stabiler steht Ihre Organisation in Krisenzeiten.


MBL-Security & Service begleitet Sie dabei – mit Erfahrung, Kompetenz und einem klaren Blick für Sicherheit in der realen Welt.

 
 
 

Kommentare


bottom of page